Bevor bei der Baufinanzierung der Rotstift angesetzt wird, bietet es sich an, für den eigenen Hausbau die Kosten zu ermitteln. Dabei ist es sinnvoll zu wissen, wie sich die Gelder bei der Erstellung einer Immobilie verteilen. Den Löwenanteil haben die reinen Baukosten.
Nach Einschätzung von Experten bewegen sich diese für ein Massivhaus ohne besondere Extras auf etwa 50 Prozent der gesamten Kosten. Der nächste große Kostenpunkt ist das Grundstück. Fachleute beziffern den Erwerb von einem Bauplatz mit einem Viertel der anfallenden Kosten. Mit 13 Prozent belasten die Baunebenkosten die Baufinanzierung.
Mit jeweils 6 Prozent folgen auf den letzten Rängen die Kosten für die Außenanlage des neuen Hauses und die Erschließungskosten. Dabei kann die Höhe der einzelnen Kostenpunkte variieren. So liegen die anfallenden Kosten für das Anlegen eines Gartens niedriger, wenn die Außenanlage klein dimensioniert ist. Wird hingegen nach dem Hausbau ein großer Garten mit teueren Pflanzen angelegt, schlägt sich dies entsprechend in der Baufinanzierung nieder. Mit Hilfe von Freunden und Bekannten lässt vor allem dieser Punkt im Budget entsprechend senken.
Bei Gesamtkosten von 350.000 Euro für einen Neubau, würden die Kosten für den Garten 21.000 Euro betragen, was sechs Prozent entspricht. Überschätzt wird immer die Möglichkeit, durch Eigenleistung die Baukosten zu reduzieren. Bei der Beispielsrechnung würden diese etwa 175.000 Euro betragen. Realistisch ist dabei eine „Muskelhypothek“ von 8.000 bis 10.000 Euro. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Arbeiten im Innenausbau, welche von den Bauherren übernommen werden können. Klassische Tätigkeiten sind das Verlegen von Fliesen und anderen Bodenbelägen.
Für weitere Arbeiten fehlt den meisten Bauherren das Know how und das passende Werkzeug. Selbst wer Hilfsarbeiten als Bauherr auf der eigenen Baustelle leistet, erzielt keine nennenswerten Kostenersparnisse. Bei den Baunebenkosten lässt sich im Bereich der Finanzierung durch Verhandlungsgeschick das Budget schonen.