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Wie wichtig ist ein Finanzierungsplan | baufinanzierung24.com PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dirk Neumann   
Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 09:23 Uhr

Die Baufinanzierung muss sehr gut geplant sein. Mit einem fundierten Finanzierungsplan lassen sich böse Überraschungen vermeiden. Bevor der Finanzierungsplan aufgestellt wird, muss sich der zukünftige Bauherr einen Überblick davon verschafft haben, welche Finanzierungsarten und Fördermittel es gibt. Die ganze Baufinanzierung nur auf den Bausparvertrag und einen Baukredit abzustellen, kann viel Geld kosten. Oft werden dabei günstige Alternativen in der Finanzierung übersehen. Der Anspruch an einen Finanzierungsplan für die Baufinanzierung muss sein, dass er möglichst genau die zu erwartende monatliche Belastung für die kommenden zehn Jahre aufzeigt. Ebenso großes Gewicht sollte bei einem soliden Finanzierungsplan auf die Entwicklung der Restschuld gelegt werden. Je zeitlich weitreichender eine Finanzierungsplan ist, umso besser kann der Bauherr seine finanzielle Zukunft planen. Hierbei ergibt sich jedoch ein großes Problem: Nur für die Zeit der Zinsbindungsphase verfügt der Kreditnehmer über gesicherte Zahlen. Ist die Zeit der festen Zinsen vorbei, besteht ein Zinsänderungsrisiko. Gleiches gilt für die Kalkulation mit Darlehen vom Staat. Diese sind für einen bestimmten Zeitraum tilgungsfrei. Trotzdem müssen diese vermeintlich günstigen Kredite auch in den Finanzierungsplan aufgenommen werden. Ansonsten erhöht sich plötzlich die monatliche Belastung und kann mit eigenen Mitteln nicht mehr bewältigt werden. Der Finanzierungsplan ist ein präventives Mittel um vorhersehbare finanzielle Engpässe erst gar nicht entstehen zu lassen. Dabei ist der Finanzierungsplan kein statisches Instrument. Immer wieder muss diese Aufstellung an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. So kann beispielsweise eine Lohn- oder Gehaltserhöhung sich positiv für das monatliche Budget auswirken. Gleiches gilt für eine Erbschaft, die unter gegebenen Umständen zur Tilgung des Baukredites verwendet werden kann. Ergeben sich finanzielle Spielräume, sollten diese für die Tilgung eingesetzt werden. Dies hat zwei positive Synergieeffekte zur Folge: Durch eine außerplanmäßige Tilgung verringert sich die Restschuld und auch die monatliche Belastung für ein Darlehen nach dem Ende der Zinsbindung ist resistenter gegen Zinserhöhungen. Sollten sich trotz eines höheren Zinsniveaus für die Anschlussfinanzierung eine monatliche Belastung ergeben die niedriger ist, sollte das überschüssige Geld ebenfalls für die Tilgung aufgewendet werden. Dadurch lassen sich die Finanzierungskosten drücken. Wer sein Baudarlehen mit einer Restschuldversicherung absicherte, muss auch diese zusätzliche Belastung mit in den Finanzierungsplan aufnehmen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 09:59 Uhr
 
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